Um einen roten Zwerg wurde ein ganzes System neuer Exoplaneten gefunden.
Ein roter Riese schwankt stark in seiner Helligkeit. Experten suchen nach der Ursache – Supernova möglich?
Solche und ähnliche Nachrichten hört oder liest man öfter mal im Newsfeed. Aber was sind rote Zwerge oder rote Riesen? Dieser Artikel bietet euch eine Übersicht über die verschiedenen Arten von Sternen. Genauere Beschreibungen dazu folgen in den nächsten Wochen/Monaten, denn ich verrate es euch schon: Es sind viele.
Riesen – groß, hell und von kurzer Dauer
Riesen sind groß, haben eine massive Leuchtkraft, sodass sie auch über tausende Lichtjahre noch mit bloßem Auge zu sehen sind, und meist leben sie nicht sehr lange. Wobei dies auf den kosmischen Maßstab zu sehen ist.
Unterteilt werden die Riesen noch einmal in verschiedene Kategorien:
- Hyperriesen: Sind sehr selten und erstrecken sich über alle Spektralbereiche.
- Rote Überriesen: Befinden sich in der Endphase ihrer Entwicklung, haben eine hohe Leuchtkraft und können auch mit bloßem Auge als rot wahrgenommen werden. Ein bekannter Vertreter ist Beteigeuze.
- Riesen: Sie werden noch einmal unterteilt in blaue Riesen, die schon bei ihrer Entstehung groß sind, und rote Riesen, die ebenfalls wie die roten Überriesen im Endstadium ihrer Sternenentwicklung sind.
- Unterriesen: Ebenfalls am Ende ihrer Entwicklung, aber kleiner als Riesen.
Durch die ihre massiven Durchmesser haben die Riesen ein Problem. In meinem Artikel über die Sonne hatte ich bereits geschrieben, dass ein Teil des Materials, das vom Sonneninneren nach außen kommt, als Sonnenwinde ins All geschossen wird und der Rest durch die Eigengravitation wieder zurück auf die Sonne fällt. Je größer ein Stern, desto geringer ist in den äußeren Bereichen allerdings die Anziehungskraft und es geht mehr Material hinaus.
Hauptreihensterne – nur eine Phase?
Hauptreihensterne sind weniger eine eigene Klasse, sondern ein Zustand, in dem sich die meisten uns bekannten Sterne befinden. Ihre Massen liegen zwischen 0,1 und 25 Sonnenmassen. Um Teil dieses Clubs zu werden, muss sich ein Stern zu 90 % seiner Lebenszeit in einem stabilen Gleichgewicht befinden. Das bedeutet, dass in seinem Kern die Wasserstofffusion stattfindet.
Was sie alle gemeinsam haben: Sie sind Zwerge und werden noch einmal unterteilt in (von groß nach klein):
- Blauer Zwerg: der größte Hauptreihenstern
- Gelbe Zwerge: unsere Sonne
- Orange Zwerge
- Rote Zwerge
Wenn wir irgendwann Leben auf anderen Planeten finden werden, dann wird es um einen dieser Sterne sein, da die Riesen gar nicht lange genug stabile Bedingungen bieten, um Leben möglich zu machen.
Sternenleichen und gescheiterte Sterne
Irgendwann findet in einem Stern keinerlei Fusion mehr statt und er fällt in sich zusammen. Manche erreichen aber auch gar nicht die ausreichende Masse, um zu einem Stern zu werden, sind jedoch gleichzeitig zu groß für einen Zwerg. Oder sie schießen extreme Strahlung ins All. Zu ihnen gehören:
- Weiße Zwerge
- Neutronensterne
- Schwarze Löcher
- Braune Zwerge
Die ersten drei beschreiben die Endphase eines Sternenlebens, während ein brauner Zwerg ein Sonderfall ist und im eigentlichen Sinne eben kein Stern. Dennoch wollte ich sie mit in die Aufzählung einbringen.
Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Spektralklasse
https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperriese
https://de.wikipedia.org/wiki/Roter_%C3%9Cberriese
