Archiv des Autors: Ferra

Eine Übersicht über die verschiedenen Sternentypen

Sternentypen

Um einen roten Zwerg wurde ein ganzes System neuer Exoplaneten gefunden.

Ein roter Riese schwankt stark in seiner Helligkeit. Experten suchen nach der Ursache – Supernova möglich?

Solche und ähnliche Nachrichten hört oder liest man öfter mal im Newsfeed. Aber was sind rote Zwerge oder rote Riesen? Dieser Artikel bietet euch eine Übersicht über die verschiedenen Arten von Sternen. Genauere Beschreibungen dazu folgen in den nächsten Wochen/Monaten, denn ich verrate es euch schon: Es sind viele.

Riesen – groß, hell und von kurzer Dauer

Riesen sind groß, haben eine massive Leuchtkraft, sodass sie auch über tausende Lichtjahre noch mit bloßem Auge zu sehen sind, und meist leben sie nicht sehr lange. Wobei dies auf den kosmischen Maßstab zu sehen ist.

Unterteilt werden die Riesen noch einmal in verschiedene Kategorien:

  • Hyperriesen: Sind sehr selten und erstrecken sich über alle Spektralbereiche.
  • Rote Überriesen: Befinden sich in der Endphase ihrer Entwicklung, haben eine hohe Leuchtkraft und können auch mit bloßem Auge als rot wahrgenommen werden. Ein bekannter Vertreter ist Beteigeuze.
  • Riesen: Sie werden noch einmal unterteilt in blaue Riesen, die schon bei ihrer Entstehung groß sind, und rote Riesen, die ebenfalls wie die roten Überriesen im Endstadium ihrer Sternenentwicklung sind.
  • Unterriesen: Ebenfalls am Ende ihrer Entwicklung, aber kleiner als Riesen.

Durch die ihre massiven Durchmesser haben die Riesen ein Problem. In meinem Artikel über die Sonne hatte ich bereits geschrieben, dass ein Teil des Materials, das vom Sonneninneren nach außen kommt, als Sonnenwinde ins All geschossen wird und der Rest durch die Eigengravitation wieder zurück auf die Sonne fällt. Je größer ein Stern, desto geringer ist in den äußeren Bereichen allerdings die Anziehungskraft und es geht mehr Material hinaus.

Hauptreihensterne – nur eine Phase?

Hauptreihensterne sind weniger eine eigene Klasse, sondern ein Zustand, in dem sich die meisten uns bekannten Sterne befinden. Ihre Massen liegen zwischen 0,1 und 25 Sonnenmassen. Um Teil dieses Clubs zu werden, muss sich ein Stern zu 90 % seiner Lebenszeit in einem stabilen Gleichgewicht befinden. Das bedeutet, dass in seinem Kern die Wasserstofffusion stattfindet.

Was sie alle gemeinsam haben: Sie sind Zwerge und werden noch einmal unterteilt in (von groß nach klein):

  • Blauer Zwerg: der größte Hauptreihenstern
  • Gelbe Zwerge: unsere Sonne
  • Orange Zwerge
  • Rote Zwerge

Wenn wir irgendwann Leben auf anderen Planeten finden werden, dann wird es um einen dieser Sterne sein, da die Riesen gar nicht lange genug stabile Bedingungen bieten, um Leben möglich zu machen.

Sternenleichen und gescheiterte Sterne

Irgendwann findet in einem Stern keinerlei Fusion mehr statt und er fällt in sich zusammen. Manche erreichen aber auch gar nicht die ausreichende Masse, um zu einem Stern zu werden, sind jedoch gleichzeitig zu groß für einen Zwerg. Oder sie schießen extreme Strahlung ins All. Zu ihnen gehören:

  • Weiße Zwerge
  • Neutronensterne
  • Schwarze Löcher
  • Braune Zwerge

Die ersten drei beschreiben die Endphase eines Sternenlebens, während ein brauner Zwerg ein Sonderfall ist und im eigentlichen Sinne eben kein Stern. Dennoch wollte ich sie mit in die Aufzählung einbringen.

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Spektralklasse

https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperriese

https://de.wikipedia.org/wiki/Roter_%C3%9Cberriese

https://de.wikipedia.org/wiki/Beteigeuze

https://www.ardalpha.de/wissen/weltall/astronomie/sterngucker/sterne-sterntypen-riesen-zwerge-hauptreihensterne-ueberriesen-supernova-100.html

Foto von Braňo auf Unsplash

2025 ist vorbei - was euch in diesem Jahr auf dem Blog erwartet

Start in das Jahr 2026

Im Dezember war es hier sehr still. Ich habe es irgendwie immer im letzten Monat des Jahres, dass die Luft einfach raus ist. Aber jetzt geht es hier weiter. Ich hoffe, ihr seid alle gut angekommen im neuen Jahr, und heute kommt ein kleiner Post darüber, was euch in der Zukunft erwarten wird.

Danke an alle Leser

Zuerst möchte ich mich bei euch für jedes gekaufte und ausgeliehene Buch bedanken. Zwischenzeitlich lag der erste Band von „Das Erbe von morgen“ unter den Top 50 der klassischen Science-Fiction bei Skoobe! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie seltsam und genial es war, plötzlich mein Cover zwischen den ganzen anderen zu entdecken.

Was erwartet euch 2026?

Derzeit überarbeite ich den dritten Band der Serie und habe für Ende Januar / Anfang Februar schon einen Slot bei meiner Lektorin gebucht. Außerdem habe ich die Rohfassung für den vierten Band auf der Festplatte, der ebenfalls noch im ersten Halbjahr erscheinen soll.

2025 habe ich es teilweise geschafft, jede Woche einen Blogpost zu veröffentlichen. Das wird es in diesem Jahr nicht mehr geben, denn gerade die Science- und Fiction-, aber auch die Astronomie-Posts sind sehr zeitaufwendig in der Recherche. Ich habe extrem Spaß daran, aber es ist auf der anderen Seite auch eine besondere Art des Prokrastinierens. Wissenschaftliches Prokrastinieren quasi. Mir fehlt dann nur leider die Zeit zum Schreiben. Deswegen wird es ab jetzt nur noch alle zwei Wochen einen Artikel geben.

YouTube auch für diesen Blog

Im Dezember habe ich mich dafür entschieden, Social Media den Rücken zu kehren und mich auf andere Wege zu begeben. Wenn ihr an dem ganzen Prozess interessiert seid, könnt ihr auf meiner Autorenwebsite mein Fazit aus dem Jahr 2025 lesen. Dort bin ich noch einmal genauer darauf eingegangen.

Statt Instagram und TikTok gibt es für mich jetzt YouTube und, wie schon seit März 2025, Pinterest. Und es werden auch Videos für „Das Erbe von morgen“ kommen. Die werde ich hier auch teilen oder ihr folgt meinem Kanal. Ein langes Video ist in Planung, das sollte eigentlich schon im letzten Jahr online gehen, aber das ist an der vorhandenen Technik gescheitert.

Seid gespannt. Die Reise geht weiter.

Foto von Nik auf Unsplash

Sonifikation - Das Weltall hörbar machen

Sonifikation

Ich sitze aktuell an der Überarbeitung des 3. Bandes der Space-Opera, die Ende Januar ins Lektorat geht. Und wie jedes Mal falle ich dabei in das Rabbit-Hole der Recherche. Während ich die Rohfassung schreibe, suche ich mir nur die Info: Ist das, was ich mir vorstelle, möglich? Der Rest mit der genauen Beschreibung und wie ich das in den Text einwebe, kommt später. Dabei bin ich heute auf ein Wort gestoßen, das ich bisher auch noch nicht kannte: Sonifikation.

Alles still da draußen – Ja aber …

Im All ist es still, weil es kein Medium gibt, das Schallwellen übertragen kann. Ganz leer ist der interstellare Raum allerdings nicht, nur ist die Teilchendichte einfach viel zu gering, um die Schwingungen weiterzutragen. Dennoch gibt es Aufnahmen, wie sich Neutronensterne, die Planeten in unserem Sonnensystem und auch die Umgebung schwarzer Löcher anhören. Ich verlinke euch Hier mal ein Video, aber hört euch das nicht vor dem Schlafen an, das klingt teilweise, wie Schreie von Dämonen. Und ich möchte nicht dafür verantwortlich sein, dass ich die Nacht wachliegt.

Wie aber kommen solche Aufnahmen zustande, wenn doch keine Töne durch das All gehen. Die Antwort ist elektromagnetische Strahlung und Sonifikation.

Was ist Sonifikation?

Vereinfacht gesagt, handelt es sich dabei um eine Methode um Daten in Klänge umzuwandeln. Das Beispiel, das sicher die meisten kennen, sind die Rückfahrsensoren im Auto. Je näher man dem Objekt kommt, desto schneller wird der Piepton. In dem Fall wird also Entfernung in hörbare Töne übersetzt.

Um jetzt Planeten, Nebel und auch die kosmische Hintergrundstrahlung für uns Menschen akustisch darzustellen, nutzt man das gesamte elektromagnetische Spektrum. Diese elektromagnetischen Wellen brauchen kein Medium, um transportiert zu werden. Für uns Menschen ist ohne Hilfe von Technik nur ein kleiner Teil dieses ganzen Spektrums wahrnehmbar: das Licht und würde es ein Medium für den Transport brauchen, dann wäre unsere Welt sehr sehr dunkel.

Die aufgefangenen Wellen werden linear angepasst, also höher oder tiefer gemacht, damit wir sie hören können.

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Sonifikation

Foto von Pawel Czerwinski auf Unsplash

Die Sonne, sie spendet uns Wärme und Licht, sie ist der Motor für alles Leben auf der Erde

Die Sonne

Nüchtern betrachtet ist sie nur einer von vielen ähnlichen Sternen in der Milchstraße. Für unsere Erde ist sie jedoch der Motor allen Lebens. Sie spendet uns Wärme und Licht, die es braucht, um unsere Ökosysteme am Leben zu erhalten, und wir sind in der Lage, aus ihr Energie zu gewinnen. Lange Zeit ging man davon aus, dass die Erde im Mittelpunkt unseres Systems stand. Das änderte sich erst mit Nikolaus Kopernikus. 1543, kurz vor seinem Tod, veröffentlichte er die Theorie des heliozentrischen Weltbildes mit der Sonne im Mittelpunkt.

Bestätigt wurde dies dann von Johannes Kepler. Auf ihn und sein Leben werde ich in einem anderen Blogpost einmal genauer eingehen, dies würde hier den Rahmen sprengen.

Allgemeines über die Sonne

Am Äquator misst die Sonne 1,4 Millionen Kilometer, das entspricht etwa 109 Erden nebeneinander.

Die Entfernung zur Erde beträgt 150 Millionen Kilometer, die entspricht einer AE (Astronomische Einheit). Für diesen Weg braucht das Licht der Sonne ca. acht Minuten. Würde man also die Sonne „ausschalten“, bekämen wir das gar nicht sofort mit.

Die Sonne besteht aus 92 % Wasserstoff und 7,8 % Helium. Die restlichen Anteile sind unter anderem Sauerstoff und Kohlenstoff.

Sie ist das massereichste Objekt in unserem Sonnensystem. Auf die Sonne alleine entfallen ganze 99,8 %. Zum Vergleich: Der Jupiter hat als größter Planet nur 0,15 % der gesamten Masse.

Aufbau der Sonne

Wie auch die Erde hat die Sonne einen schalenförmigen Aufbau.

Im Kern herrscht ein Druck von 200 Milliarden Bar. Zur Veranschaulichung: In einem Autoreifen haben wir etwa 2,3 bar (je nach Beladung und Fahrzeug). Gleichzeitig herrschen im Kern der Sonne Temperaturen von 15 Millionen Grad. Bei diesen Temperaturen ist Wasserstoff nicht mehr gasförmig, sondern wird zu Plasma. Plasma beschreibt einen Zustand, bei dem das Atom in seinen Kern und seine Hülle zerlegt wird und es so zu freien Elektronen kommt. Dieses Plasma macht die Kernfusion in der Sonne erst möglich. (Auch dazu kommt noch ein eigener Blogpost.)

Innere Atmosphäre: Sie besteht aus der Strahlungszone, die um den Kern herum liegt und die Energie aus dem Kern an die nächste Zone weiterleitet. Da die Teilchen auf ihrem Weg immer wieder miteinander kollidieren, kann dieser Weg mehrere hunderttausend Jahre dauern. Was für einen Menschen nach viel Zeit klingt, ist im kosmischen Maßstab ein Wimpernschlag.

Anschließend wandert unser Teilchen in die Konvektionszone. Die Energie, die das Teilchen mitbringt, wird auf eine Masse übertragen, die sich weiter erhitzt und zur Oberfläche steigt. Die Energie wird dann als Wärme abgegeben und die Masse kühlt sich ab. Anschließend sinkt sie wieder in Richtung der Strahlungszone, wo sie erneut erhitzt und mit Energie aufgeladen wird.

Photosphäre: Das ist der Teil der Sonne, den wir sehen können. Von hier aus strahlt das Licht der Sonne ins Weltall. Außerdem kommt es hier zu einem Übergang von Plasma zu Gas.

Chromosphäre: Dabei handelt es sich um eine Gashülle um die Sonne, die einen Teil der abgestrahlten Energie wieder resorbiert. Sie ist nur während einer totalen Sonnenfinsternis sichtbar.

Korona: Die Korona, in der die Sonnenwinde entstehen, sind geladene Teilchen, die auf der Erde zu Nordlichtern führen, wenn sie auf unsere Atmosphäre treffen. Auch sie ist nur während einer totalen Sonnenfinsternis zu sehen.

Erforschung:

Die Sonne kann von der Erde aus mit speziellen Teleskopen beobachtet werden. Bitte schaut niemals mit bloßen Augen in die Sonne oder durch ein handelsübliches Teleskop! Ihr lauft damit Gefahr, zu erblinden oder eure Augen stark zu schädigen.

Derzeit wird die Sonne von mehreren Sonden beobachtet. Einfach ist das jedoch nicht. Sie müssen der Strahlung und den Temperaturen der Sonne standhalten können.

Aktiv sind im Moment die:

  • Solar and Heliospheric Observatory, ein Gemeinschaftsprojekt der ESA und der NASA. Sie ist bereits seit 1995 im All und ihre Mission endet 2025. Ihre Arbeit wird das Solar Dynamics Observatory übernehmen. Ebenso wie die Aditya-L1 der indischen Weltraumagentur.
  • STEREO, ursprünglich zwei Sonden der NASA, allerdings ist eine der beiden seit 2016 außer Betrieb, nachdem der Kontakt abgebrochen und nicht wiederhergestellt werden konnte.
  • Parker Solar Probe, eine Sonde der NASA zur Erforschung der äußeren Sonnenschichten und der Korona. Ihre Mission soll 2025 enden, dann entscheidet sich, ob sie eine weitere Mission übernehmen wird.
  • Solar Orbiter, ein Projekt der ESA, das aber auch von der NASA mitbetrieben wird.

Jetzt kann man sich natürlich fragen, warum man so viel Geld in die Erforschung der Sonne steckt, und die Antwort ist neben der Neugierde der Menschen eine ganz simple: Wenn ein Sonnensturm auf die Erde trifft, kann das massive Folgen für unsere Stromversorgung haben. Das ganze System, Satelliten und damit auch GPS können ausfallen. Ebenso wie das Internet. Und ihr könnt euch sicher vorstellen, was passieren würde, sollte dieser Fall eintreffen. Auf der Erde läuft dann nichts mehr.

Damit solche Katastrophen nicht eintreffen, möchte man natürlich Vorkehrungen treffen, und das geht nur, wenn man auch weiß, wann es passieren könnte.

Interessante Fakten:

  • Da die Sonne kein starrer Ball wie die Erde ist, dreht sie sich am Äquator schneller als an ihren Polen. Dies geschieht, weil nur ihre äußere Hülle aus Gas besteht und die Schichten darunter lassen sich wie ein zäher Brei beschreiben.

Abschließende Worte

Ich hätte diesen Artikel noch viel länger machen können. Etwa die Entstehung der Sonne oder die Sonnenwinde genauer erklären. Aber dann wäre es viel zu lang geworden. Ich habe eine Liste mit allen Themen, über die ich noch schreiben möchte, und sie wird stetig länger. Das Material geht mir also nicht aus. Wünsche nehme ich gerne in den Kommentaren entgegen.

Quellen:

https://www.planet-wissen.de/natur/weltall/sonne/index.html

https://www.astronomie.de/das-sonnensystem/die-sonne/basiswissen/innerer-aufbau-der-sonne

https://www.astronomie.de/das-sonnensystem/die-sonne

https://www.dlr.de/de/next/raumfahrt/sonnensystem/interessantes-und-wissenswertes-uber-die-sonne

Foto von NASA auf Unsplash

Planeten ohne eine Sonne? Man nennt sie Rogues oder auch Waisenplaneten. Wie sie entstehen und man sie finden kann

Rogue – faszinierende Schurken

Ein Planet dreht sich um einen Stern, hat eine annähernd runde Form und hat seine Bahn freigeräumt. Die Definition hatten wir bereits in dem Artikel warum unser kleiner Pluto eben kein Planet mehr ist. Der zweite Band von Das Erbe von morgen heißt Planet ohne Stern. Wenn man es ganz genau nimmt, ist dieser Titel eigentlich falsch, denn in dem Fall nennt man ein solches Objekt anders.

Eine Definition, viele Namen

Man nennt sie Rogue, Dunkelwelten, Waisenplanet, freifliegender Planet, Planemos oder Vagabund. Und sicher gibt es noch weitere Bezeichnung, die ich nicht gefunden habe. Für alle gilt als Definition:

  • Das hypostatische Gleichgewicht wird erreicht (also größer als z. B. ein Komet).
  • Weniger als 14 Jupitermassen, braune Zwerge zählen also nicht dazu.

Wie entstehen Einzelgänger?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie ein Planet zu einem Einzelgänger werden kann.

  1. In der Frühphase eines Sonnensystems kann es passieren, dass die Planeten, die sich noch nicht auf ihren festen Bahnen eingespielt haben, sich gegenseitig mit ihrer Gravitation aus dem System werfen.
  2. Die Planeten entstehen allein in einer Gaswolke.
  3. Ein Objekt mit ausreichend Masse zieht nah genug an einem Sonnensystem vorbei und sorgt dafür, dass die Planeten aus ihrer Bahn geworfen werden.
  4. Ein Stern ist am Ende seines Lebens und hat entweder nicht mehr genug Masse, dass er durch seine Gravitation alle Planeten auf ihren Bahnen halten kann, oder ein Planet, der recht weit außen in einem solchen System war, wird bei einer Supernova hinausgeschleudert.

Wie findet man solche Objekte?

Rogues reflektieren kein Licht, stahlen keines ab und können auch nicht über die üblichen Methoden gefunden werden, wie man Exoplaneten nachweisen kann. Trotzdem wissen wir, dass sie existieren, und haben auch schon einige nachgewiesen. Das geht entweder über Infrarot, also Wärmestrahlung, oder wenn ein solches Objekt an einem Stern vorbeizieht und sein Licht, das uns auf der Erde erreicht, durch die Masse des Rogues beeinflusst wird. Das nennt sich Gravitationslinseneffekt.

Können ein Rogue Monde haben?

Ja, das ist möglich und dies kann ebenfalls wieder durch mehrere Fälle passieren.

  1. Es ist noch genug Material nach der Entstehung des Rogues übrig geblieben, dass eine Gas- und Staubwolke (auch als protoplanetare Staubwolke bezeichnet) entsteht und sich daraus weitere Objekte bilden.
  2. Der Planet wurde mit seinen Monden aus einem Sonnensystem geschleudert.
  3. Ein Objekt wurde von dem Rogue eingefangen, ähnlich wie bei den beiden Marsmonden Phobos und Deimos.
  4. Bei einer Kollision während der Entstehung eines Sonnensystems von zwei Protoplaneten wurde einer der beiden zerrissen und aus den Trümmern bildeten sich dann Monde, ähnlich wie bei unserem Mond.

Leben auf einem Rogue?

Ja, aber wir reden hierbei eindeutig über extremophiles Leben. Bakterien oder Einzeller, die mit solchen Umweltbedingungen klarkommen und vor allem: ohne Photosynthese auskommen. Eine Welt, wie man sie in Star Trek: Enterprise in der Episode Gesetze der Jagd sieht, wird es definitiv nicht sein.

Interessant wären auch die Monde eines solchen Objektes. Zum Beispiel etwas wie Europa oder Enceladus, wo unter einer dicken Eiskruste noch ein flüssiger Ozean vorhanden sein kann. Oder eine Welt wie Io, die so nah an ihrem Rogue ist, dass sie durch die Anziehung quasi durchgeknetet wird und sich damit aufheizt.

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Objekt_planetarer_Masse

https://www.astronews.com/news/artikel/2006/06/0606-015.shtml

https://www.astronews.com/news/artikel/2013/10/1310-012.shtml#google_vignette

Foto von Javier Miranda auf Unsplash

Band 2 ist vorbestellbar – Cover, Klappentext und Titel

Machen wir es kurz und knapp: Band 2 von „Das Erbe von morgen“ ist vorbestellbar!

Und bevor ich euch jetzt den Klappentext präsentiere: Achtung, es könnte euch für den ersten Teil spoilern, wenn ihr ihn noch nicht gelesen habt.

Klappentext:

Auf der halben Strecke zum verschollenen Generationenschiff Endurance fallen ohne Vorwarnung mehrere Systeme auf der Hawking gleichzeitig aus. Zwar können Chefingenieurin Madan und ihr Team die Schäden reparieren, aber dafür müssen sie einen Großteil ihrer Rohstoffe nutzen. Und das führt zum nächsten Problem.

Gelingt es ihnen nicht, die Lager wieder aufzufüllen, droht bei einem weiteren größeren Defekt, dass sie diesen beheben können.

Damit steht die ganze Mission und im schlimmsten Fall auch das Leben der Besatzung auf dem Spiel.

Während die gesamte Besatzung Madan unterstützt, sucht Wissenschaftsoffizier Corby nach einer Lösung und entdeckt etwas …

Dazu gibt es natürlich auch ein Cover, und zwar dieses:

Cover mit einem Planeten im Hintergrund und einem kleine Raumschiff vor einem Asteroidengürtel. Der Text darauf: Das Erbe von morgen - Planet ohne Stern

Ich habe es wieder für Skoobe für die Ausleihe freigegeben. Vorbestellen könnt ihr das E-Book im Moment erst bei Amazon, aber es wird in den nächsten Tagen auch für den Tolino so weit sein.

Aktueller Stand Band 2

Es war jetzt eine Zeit sehr ruhig hier. Die Sommerferien bringen meinen Autorenalltag jedes Mal durcheinander. Dafür ist hinter den Kulissen einiges passiert und ich kann euch heute den aktuellen Stand von Band 2 teilen.

Meine Lektorin hat mir das Skript zurückgeschickt und wie immer kam da wieder der übliche Adrenalinschub. Kennt ihr das noch, wenn ihr eine Klassenarbeit zurückbekommen habt und das Heft aufgeschlagen habt, um die Note zu sehen? Sagt mir bitte, dass das nicht nur mir immer so gegangen ist. Ich scrolle dann immer einmal ganz schnell durch, damit ich sehen kann, wie der allgemeine Eindruck ist. Es war weniger, als ich erwartet habe.

Die Bearbeitung habe ich heute (29.8.) beendet. Ich werde es jetzt noch einmal durchlesen und dann ist der Text abgeschlossen.

Was auf Hinweis meiner Lektorin ab Band 2 hinzukommt und auch im ersten Band nachträglich ergänzt wird: ein Personenverzeichnis. Dies findet ihr dann immer am Anfang des Buches und einen zusätzlichen Link / QR-Code, der zu einem ausführlichen „Was bisher geschah“ führt. Ich werde zwar immer zu Beginn eines neuen Bandes einen Logbucheintrag setzen, um euch wieder in die Geschichte einzuführen, aber so wird es auch möglich, mitten in die Serie einzusteigen.

Wann erscheint Band 2?

Ich werde es Anfang Oktober zur Vorbestellung freigeben, das Erscheinungsdatum wird Anfang November sein. Derzeit fehlen mir noch der Klappentext (mein Endgegner) und das Cover. Der Titel steht bereits fest, wird aber noch nicht verraten.

Was ich bis dahin plane: noch mehr Infos und, wenn ich es zeitlich schaffe, wird es eine Kurzgeschichte geben, die ihr hier auf der Website kostenlos herunterladen könnt.

Schreibt mir doch mal, was euch besonders interessieren würde.

Ein Artikel über die Isotope Deuterium und Helium-3

Deuterium und Helium-3

„Wir haben ein Leck in den Deuteriumtanks.“ – Na, das kommt dem ein oder anderen vielleicht aus Star Trek bekannt vor.  In Star Trek wird mit Deuterium und Antideuterium gearbeitet. In meiner Space Opera nutze ich keinen Materie-Antimaterie-Antrieb, sondern etwas, was wir bereits haben: Kernfusion.

Für diese Kernfusion braucht es ebenfalls Deuterium und dazu Helium-3. Und was das genau ist, das erzähle ich euch jetzt.

Deuterium – schwerer Wasserstoff

Vielleicht kennt ihr noch den Aufbau eines Wasserstoffatoms aus dem Chemieunterricht. Ein Proton im Kern, ein Elektron, das sich darum bewegt, und fertig ist das Wasserstoffatom. Beim Deuterium befindet sich neben dem Proton noch ein Neutron im Kern – damit ist es ein Isotop (1) des Wasserstoffs. Es hat die Abkürzung D und wird auch als schwerer Wasserstoff bezeichnet.

Helium-3 – noch ein Isotop

Im Periodensystem der Elemente kommt Helium direkt nach Wasserstoff, und ja, es ist dieses Gas, mit dem man die Stimme verzerren kann. Es hat zwei Protonen und zwei Neutronen im Kern und zwei Elektronen. Anders als beim schweren Wasserstoff, der noch ein Neutron dazubekommen hat, hat das Helium-3-Isotop ein Neutron weniger. Damit ändert sich die Massenzahl (2) von vier auf drei.

Helium-3 wird in größeren Mengen auf dem Mond vermutet. Dazu hatte ich schon einmal einen Artikel geschrieben: Die Schätze des Mondes.

(1) Isotope eines Atoms haben die gleiche Anzahl an Protonen, aber unterschiedliche Mengen an Neutronen.

(2) Anzahl der Protonen und Neutronen eines Atoms

Wie entstand der Mond / Bild vom Mond über den Ästen eines Baumes

Wie entstand der Mond

Der Mond hält unsere Erdachse stabil, er sorgt für die Gezeiten und er ist der Ausgangspunkt vieler Mythen. Aber wie entstand der Mond, der uns laut Harald Lesch größenmäßig überhaupt nicht zusteht? Ich liebe dieses Zitat. 😉

Verschiedene Theorien zur Mondentstehung

Im Laufe der Zeit gab es mehrere Theorien, wie unser Mond entstanden sein könnte.

  1. Sie sind einfach gleichzeitig nah aneinander entstanden und haben sich dann quasi miteinander eingependelt.
  2. Unsere Erde hat den Mond eingefangen, wie es wahrscheinlich bei den beiden Monden des Mars geschehen ist.
  3. Wir hatten ursprünglich mehrere Monde, die mit der Zeit kollidierten und zu unserem heutigen Begleiter verschmolzen.
  4. Als unsere Erde noch ein Protoplanet war, drehte sie sich sehr schnell und Tröpfchen aus heißem Material flogen von ihr ins All und bildeten den Mond.

Heute geht man aber davon aus, dass der Mond durch eine Kollision der Erde mit einem anderen Himmelskörper entstanden ist.

Der Streifschuss, der den Mond entstehen ließ

Als die Erde noch ein Protoplanet war, kam es zu einer Kollision mit einem etwa marsgroßen weiteren Protoplaneten, der als Theia bezeichnet wird. Zum Glück für uns war dieser Einschlag nicht wie bei einem Auffahrunfall, sondern nur streifend. Dabei riss ein Teil des damaligen Erdmantels heraus und die Eisenkerne von der Erde und Theia verschmolzen dabei miteinander. Die Trümmer, die in den Erdorbit geschleudert wurden, blieben dank der Gravitationswirkung erhalten und sammelten sich zum Mond.

Was besonders für diese Theorie spricht: Die Zusammensetzung des Mondgesteins, das durch die Mondmissionen mitgebracht wurde, gleicht der Gesteinszusammensetzung der Erde. Dies widerspricht auch der These, dass der Mond eingefangen wurde.

Warum steht der Mond uns nicht zu?

Ich liebe die Aussage von Harald Lesch, dass uns der Mond, so wie er ist, gar nicht zustände, und möchte da gerne auch noch drauf eingehen. Schauen wir uns die anderen Gesteinsplaneten an, dann haben Merkur und Venus gar keinen Mond, Mars nur zwei eingefangene Asteroiden, von denen einer irgendwann auf dem Planeten einschlagen wird und der andere sich Jahr für Jahr weiter von ihm entfernt.

Dann ist da die Erde mit einem riesigen Mond, der eher zu einem Planeten wie Jupiter oder Saturn passen würde, und wir haben so viel Glück, dass wir ihn haben. Ohne ihn wäre das Leben vielleicht nicht entstanden oder ganz anders verlaufen. Wenn man jetzt bedenkt, was es für ein Zufall ist, dass zwei Himmelskörper zusammenstoßen und das im richtigen Winkel, sollten wir doch endlich mal verstehen, dass unsere Erde etwas Besonderes ist. Wir sollten sie besser behandeln.

Foto von Ganapathy Kumar auf Unsplash

Alltag auf der Hawking, wie würde das Leben auf einem Raumschiff aussehen

Alltag auf der Hawking

Stellt euch Folgendes vor: Ihr seid monatelang im All. Wenn ihr aus dem Fenster schaut, ist da nur Dunkelheit und viele kleine Lichtpunkte von Sternen, die teils hunderte Lichtjahre von euch entfernt sind. Sonst ist da nichts. Und ihr wisst, dass da auf absehbare Zeit nichts anders sein wird. So fremd diese Vorstellung im ersten Moment auch ist, das hat es in der Geschichte der Menschheit schon gegeben: als die ersten Seefahrer aufbrachen und z. B. den Atlantik überquerten. Oder während der Polarforschung, wenn die Schiffe im Eis eingeschlossen waren. Während des polaren Winters gab es nur Schnee, Kälte und Dunkelheit.

Um da nicht durchzudrehen, muss es einen guten Ausgleich geben. Routinen, die sich durch den Alltag ziehen, aber auch Abwechslung.

Alltag auf der Hawking

Auf der Hawking gibt es ein simples Dreischichtsystem, wobei, während der Nachtzeit an Bord viel auf Automatik gestellt wird. Die Forschungslabore sind in dieser Zeit nicht besetzt, außer es gibt einen wichtigen Grund. Ebenso wie die Krankenstation, die nur auf Bereitschaft ist. Die Schichten werden dabei rotiert, aber auch, soweit möglich, wird auf den Biorhythmus der Crewmitglieder eingegangen. Eulen können sich vermehrt in die Nachtschichten eintragen lassen, Lerchen werden mehr für die Frühschicht ausgewählt.

Verpflichtungen neben der Arbeit

Die Besatzung kann als große WG betrachtet werden, und deswegen muss auch jeder einen Teil dazu beitragen, damit auf dem Schiff – neben der technischen Seite – alles reibungslos läuft. Dazu gehören verschiedene Dienste wie die Unterstützung des Kochs, die Wäscheabteilung oder auch die Arbeit im aeroponischen Garten.

Freizeitgestaltung

Wer Star Trek – Raumschiff Enterprise kennt, wird sich sicher an die Kinoabende erinnern. Oder die Pokerrunden und das Zehn Vorne in Next Generation. Und wenn wir schon mal bei Star Trek sind, wollen wir die Holodecks und das Quarks natürlich auch nicht außen vor lassen. 😉

Ein Holodeck gibt es auf der Hawking nicht, aber VR-Brillen, die den Eindruck eines Holodecks vermitteln. Quasi Full-VR. Ansonsten einen Fitnessbereich, in dem neben dem angeordneten Pflichtprogramm auch jeder freiwillig an die Geräte kann. Außerdem haben sich ein paar Crewmitglieder dafür entschieden, Kurse anzubieten. Außerdem können sämtliche Geräte im Raum verschoben werden, um Basketball oder auch andere Ballsportarten zu spielen.

Die Kantine kann zu einem kleinen Kino umgebaut werden, außerdem gibt es eine digitale Bücherei. Wer mag, kann sich auch mit ein paar Freunden/Kollegen zusammensetzen und in einem Aussichtsraum auf die Sterne schauen.

Und was meint ihr? Würde ihr so Monate im All aushalten?

Foto von Aashish Chandra auf Unsplash